Gastronomiebedarf
Sparsamkeit kann teuer werden. Gastronomen die Inventar für Ihren Betrieb kaufen, sollten darauf achten keine Billigprodukte einzusetzen und auf keinen Fall auf normale Gebrauchsgüter des Haushalts zurückgreifen. Eine Spülmaschine im Privathaushalt wird 2 bis 3-mal in der Woche benötigt, in der Gastronomie muss ein solches Gerät diese Leistung am Tag erbringen.
Das Arbeitsfeld in der Gastronomie ähnelt dem in der heimischen Küche, weshalb viele Gastronomen den Fehler machen auf bewährtes von zu Hause zurückzugreifen. Die Küche einer Gaststätte ist aber ein hoch technisierter Arbeitsplatz mit hohen Anforderungen an Qualität und Hygiene. Hier werden Essen für einige dutzend bis hundert Menschen hergestellt. Getränke werden an einem Abend in Mengen umgesetzt, die im Privathaushalt im Jahr verbraucht werden.
Alles, Tassen, Teller, Gläser und Bestecke sind einer deutlich größeren Belastung ausgesetzt, da viel häufiger in Einsatz als im privaten Bereich. Hinzukommen deutlich höhere Ansprüche an die Hygiene und die Sicherheit. Ein Messer mit einer Scharte mag für die Hausfrau noch geeignet sein, in der Profiküche hat es nichts zu suchen. Schneidbretter aus Holz sind ein Tabu und vieles mehr, muss immer in spezieller Ausführung angeschafft werden.
Gute Messer, die leicht zu reinigen sind, mit festsitzenden Griffen müssen jederzeit scharf sein. Schüsseln aus Plastik, besser nicht, lieber das Produkt aus Edelstahl verwenden, da dieses haltbarer und hygienischer ist.
Tassen müssen so geformt sein, dass sie stabil und sicher stehen und auch ein kleiner Schubs den Kaffee nicht über die Gäste verteilt.
Kein Gastronom wird mit einer Haushaltskaffeemaschine auskommen, denn jeder Gast erwartet jederzeit einen frischen Kaffee, kein abgestandenes Produkt aus der Thermoskanne. Wenn man sich klar macht, wie viele Tassen hier am Tag gebrüht werden, erkennt man schnell, dass nur ein qualitativ hochwertiges Produkt dem Anspruch genügen kann.
Ausfälle von Billigprodukten können fatale Folgen haben, weil diese sofort dazu führen, dass man den Gast nicht mehr korrekt bedienen kann. Welchen Eindruck hinterlässt ein Gastronom, der nach einem guten Essen dem Gast den Wunsch nach einem Kaffee abschlagen muss? Später erinnert sich der Gast noch lange daran, der positive Eindruck des guten Essens verpufft im Ärger über den entgangenen Kaffeegenuss.
An Reinigungsmitteln wird auch gerne gespart, statt dem Spezialmittel um Gläser zu spülen nimmt man das Allroundmittel vom Discounter. Fleckige Gläser die zu allem Überfluss den Schaum im Bierglas zerstören sind kein gutes Aushängeschild.
Immer daran denken, welches Material ist sinnvoll, geeignet oder sogar gesetzlich vorgeschrieben. Abgestoßene Kanten an Tabletts sind nicht nur unschön, sie stellen ein Problem bei der Reinigung da und führen mit Sicherheit zu Reklamation bei einer Hygienekontrolle. Lieber gleich ein Tablett kaufen, das zwar teurer, dafür aber haltbarer ist.
In die Küche gehören Edelstahlmöbel, hygienisch einwandfrei und rostsicher. Das gilt übrigens auch für Abfallkübel, die übrigens immer einen Deckel haben müssen, der nicht von Hand geöffnet werden muss. Da man diesen Deckel so gut wie ständig bewegt, muss der Mechanismus stabil und langlebig sein, sonst kann man sich alle paar Monate einen neue billigen Abfallkübel kaufen, statt einmal einen teuren im Gastronomiebedarf Fachhandel, der über Jahre funktioniert.
|